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Irrgarten

Man sitzt dort- einfach so. Die Gedanken schweifend an Orten und hängend an Dingen, die mal waren, die nicht mehr sind, die dich dennoch zeichneten und dich immer wieder einholen. Blitzende Bilder, Gerüche und Stimmen. Ein  Chaos aus Erinnerungen, was selbst bei Betrachtung aus weiteren Entfernungen, kein logisches und zusammenhängendes Bild ergibt. Und manchmal versucht man aus diesem ganzen Irrgarten zu fliehen und bemerkt, dass man ständig, egal wie weit man auch geht, sich in Sackgassen verliert. Verzweifelt sucht man nach dem Knopf mit dem man alles ausschalten könnte. Einen Knopf, mit der Aufschrift LEICHT, weil es manches mal so unerträglich schwer und kraftraubend wirkt. Man treibt sich voran, gibt sein Bestes, kämpft und bekämpft, was nicht auszuhalten ist. Dabei müsste man meinen, dass jeder Sturz irgendwann nicht mehr so sehr weh tun, nicht mehr so sehr schmerzen würde.. Doch jeder neue Fall, wirkt wie ein weiterer Stoß in den Abgrund, aus dem man sich vorerst so mühselig und schleppend heraus geholfen hat. Und irgendwann, da wirken diese ganzen Aufwendigkeiten und diese ganzen Investitionen so wenig und so glanzlos, neben diesen Niederlagen- weil nicht mal die größte gewonnene Schlacht, prächtigt wirkt, wenn man all die zahlreichen Opfer, daneben stellt.
14.5.12 01:48


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